georgblum | 20 Juli 2011, 09:32
Dieses
Phänomen kann man bei den Trainern in der Fußball-Bundesliga sehr gut
beobachten. Schauen wir uns zum Beispiel den FC Bayern an. Da sind bisher
Čajkovski, Zebec, Lattek (2x), Cramer, Lóránt, Csernai, Saftig, Heynckes (jetzt
3x), Lerby, Ribbeck, der Kaiser (3x), Trappattoni, Rehagel, Hitzfeld, Magath,
Klinsmann und van Gaal über die Sand- bzw. Tartanbahn gelaufen. Alles irgendwie
sehr, sehr unterschiedliche Typen: klein, groß, dick, dünn, eloquent, ruhig,
Häuptling oder General. Und immer wurden sie mit dem Statement angekündigt: Mit
ihm schaffen wir das erklärte Ziel: „Wir holen den Europapokal.“ oder "Mit
diesem Trainer gewinnen wir die Championsleague!“.
Nun stellt
man sich in Fachkreisen allerdings laufend die Frage, warum sich bei den −
national hochgelobten − Bayern der ganz große nachhaltige Erfolg auf
internationaler Ebene seit Jahren einfach nicht einstellen will. Woran könnte
das liegen? 
Es fehlt
die Kontinuität! Kaum ein Trainer (und eben auch Geschäftsführer) kann heutzutage
langfristig arbeiten. Tritt kurzfristig kein Erfolg ein, muss derjenige sofort
seinen Hut nehmen. Und genau an dieser Stelle beginnt das Problem gravierend zu
werden. Lag es am Trainer oder an der Mannschaft? Welchen Trainer sucht man
jetzt? Ist nun auch noch der Trainer, der zur Situation und zur Mannschaft
passt nicht verfügbar, dann geht man oft genug einen schlechten Kompromiss ein
und das nächste Problem folgt stehenden Fußes.
Jeder
dieser o.a. Trainer ist bzw. war ein komplett anderer Typ. Jeder hat eine
andere Trainings- und Spielsystemphilosophie. Hat sich also gerade die
Mannschaft auf ihn eingestellt, kommt ein neuer Trainer. Und Spieler, die der
gerade geschasste Chef noch eingekauft hat, passen auf einmal nicht mehr in die
Strategie des neuen Trainers. Das kann nicht funktionieren!
Es gibt somit durchaus viele Parallelen zu Unternehmen. Schon 100 Tage nach dem Antritt wird meist in der Presse gefragt: Was sind erste Erfolge? Sie wissen selbst, was man nach 3 Monaten schon alles erreicht haben kann. Außer gnadenlos Kosten zu sparen und ein paar Leute und Zahlen kennen zu lernen, fast gar nichts. Alle Entscheidungen, die man auf oberster Eben trifft, dauern Wochen, wenn nicht Monate bis sie wirken. Also ist langfristiges Denken und Handeln gefragt.
Bis
man/frau dann seine Wunschformation in der Führungsriege gefunden hat, vergehen
auch noch einmal viele Monate, wenn nicht Jahre.
Dass es auch anders geht, zeigt uns Bosch. Das Unternehmen feiert dieses Jahr bekanntlich sein 125 jähriges Jubiläum. Herr Franz Fehrenbach ist erst der 6. (in Worten „sechste“) Vorsitzende der Geschäftsführung. Wenn Sie noch nicht nachgezählt haben, bei den Münchnern sind es in den letzten knapp 50 Jahren schon fast 20 Trainerwechsel gewesen.
Suchen Sie
in Zukunft Ihre Führungskräfte in Ruhe aus und geben Sie ihnen Zeit!
Ach so, noch ein Wort zu den Bayern: Wer war also tatsächlich verantwortlich, dass Bayern München seit Jahren so erfolgreich spielt, wie sie gespielt haben? Nein, nicht der − meist kurzfristig eingesetzte − Trainer. Es war und ist Uli Hoeneß, der langjährige Manager.
georgblum | 14 Juli 2011, 12:12
Wir haben
uns ja schon öfter als iPad-User geoutet. Deshalb „erschreckte“ uns der
FAZ-Artikel „Das iPad wird zum Arbeitsgerät“ von Michael Spehr besonders.
Die iPad-Zeiten des unverbindlichen
Dahinsurfens im Netz, scheinen nun endgültig der Vergangenheit anzugehören.
Denn in den vergangenen Monaten hat sich in Sachen „Apps go business“ viel
getan.
Am spektakulärsten für die FAZ ist
Dropbox, der Datenspeicher in der Cloud. Mit Dropbox lässt sich der USB-Stick
ersetzen. „Was an einem Rechner in der Box abgelegt wird, steht fortan auf
allen anderen PC (bzw. Smartphone) zur Verfügung. Die Synchronisation erfolgt
selbsttätig und im Hintergrund“, so Michael Spehr in der FAZ.
Ein weiteres Programm, welches das Arbeiten
am iPad zur Freude machen soll, heißt Reeder. Dieses Leseprogramm ist für
RSS-Feeds, welche man mit Google verwaltet. Die einzelnen Kanäle werden mit
Reeder nicht in der herkömmlichen Listendarstellung, sondern als
briefmarkengroße Schaltflächen angezeigt. Somit ergibt sich ein ganz neues
Leseerlebnis für RSS.
Instapaper ist auch eine App für das
Lesen auf dem iPad. Das was man sich im Laufe eines Tages an interessanten
Artikeln im Netz markiert, wird nach einem einzigen Knopfdruck in einer sehr
lesefreundlichen Version gespeichert, welche an jedem Rechner mit der
gleichnamigen iPad-App wie ein E-Book − auch offline − gelesen werden kann.
Für Info-Junkies, wie uns, ist
„Zite“ noch eine tolle Sache. Dieses Info-Portal optimiert über „like“ oder
„unlike“ sowie Schlagworte die angebotenen Infos. Nach und nach erhält man fast
nur noch Artikel, die man wirklich braucht. Das spart Zeit.
Was sollen wir dazu noch sagen außer − Mist! Jetzt müssen wir wohl doch wieder arbeiten und können nicht den ganzen Tag mit unserem „just for fun“- iPad versurfen :-)!
georgblum | 07 Juli 2011, 12:38
Kann man
sich über eine Rechnung freuen? Ja, das kann man! Laut Internet World
Business, vom 21.3.11 bevorzugen die Online Shopper noch immer die klassischen
Bezahlverfahren. Dabei ist mit 19,6 % das beliebteste Zahlungsverfahren der
Web-Nutzer tatsächlich die Rechnung. Der Vorsprung vor der Lastschrift, welche
17,4% nutzen und Paypal mit 16,1 %, ist allerdings nicht all zu groß.
Bei der
Bewertung der Zahlungsverfahren hatte die gute, alte Rechnung auch die Nase
vorn und das sogar mit einem gehörigen Abstand. Insgesamt beurteilten ganze
90,1% den Kauf auf Rechnung mit „gut“ oder „sehr gut“. Paypal und die
Lastschrift folgen abgeschlagen mit 58% bzw. 51,8 %. 
Vor diesem
Hintergrund sollten wir den nächsten Gang zu unserem Briefkasten wirklich
genießen, denn bestimmt wartet dort schon wieder eine der scheinbar so
beliebten Rechnungen auf uns :-)!
Betrachten
wir das Geschehen aus Sicht der Rechnungsschreiber, so sollten Online-Händler
ihre angebotenen Bezahlverfahren unbedingt einmal überprüfen. Denn findet ein
Online Shopper sein bevorzugtes Bezahlverfahren nicht, brechen über 37% der
Kunden den Kauf ab, so die Internet World Business. Und aus unseren Beratungen
wissen wir, dass das Angebot „Bezahlung auf Rechnung“ ein wichtiges Argument
zum Abschluss eines Kaufvertrages ist.
An dieser Stelle haben wir noch einen weiteren Tipp: Nutzen Sie Ihre Rechnungen für noch mehr Kundenbindung! Sie fragen, wie das geht? Ganz einfach: Für einen kleinen Dank, für einen Gruß, für Cross-Selling und und und. Das Porto (sofern die Rechnung noch auf Papier versendet wird) muss sowieso bezahlt werden und meist ist noch für einen zusätzlichen Flyer „Luft“.
Und wenn Sie schon lange nichts im Briefkasten hatten und sich trotzdem mal wieder über eine Rechnung freuen möchten, dann lassen Sie uns zusammenarbeiten. Es gibt bestimmt das eine oder andere, was wir für Sie tun können. Und am Ende gibt´s auch eine Rechnung mit … (mehr verraten wir jetzt nicht) – versprochen :-)!
georgblum | 29 Juni 2011, 12:49
Ich bin
seit Jahren ein Freund der Hotel-Kette. Was mir besonders gefällt: die moderate
Preisstruktur bei gleichzeitig niveauvollem Ambiente. Nein, schillernd sind die
Motel One Hotels nicht, aber das braucht man ja auch nicht, wenn man sich 7 h
im Hotel aufhält, 6 h davon schlafend. Dafür überzeugen die Kette mit
Stimmigkeit. Man weiß zu 100% was einen erwartet. In den Kellern der Motel
One-Häuser lagern zwar keine 26.000 Weine, aber das erwartet man bei dieses
Preisen auch nicht. Es gibt zwei drei gute Weine - und fertig. Und bei allen
anderen Angeboten ist es ähnlich. 
Dieter
Müller bringt es in der Zeit auf den Punkt: „Schön ist, was sich rechnet.“. Das
Erfolgsgeheimnis von Motel One ist eine Kombination aus Preis, Lage und Design
- genau in dieser Reihenfolge, fasst Jan
Freitag in seinem Artikel zusammen.
Dass sich das Jahr 2010 definitiv gerechnet hat, belegen eindrucksvolle Zahlen. So steigerte die Motel-Gruppe ihren Umsatz um 63 Prozent auf mehr als 90 Millionen Euro. Der Gewinn – gegenüber dem Vorjahr – wurde mehr als verdoppelt. Auch die Bettenauslastung kann sich mit 70,9 Prozent durchaus sehen lassen, wenn man „die Krise“ bedenkt. Noch in diesem Jahr sind sieben Neueröffnungen geplant, so dass dann insgesamt 39 Häuser zur Kette gehören. Und die Ziele für die nächsten Jahre stehen auch schon fest. Eines davon ist, die Verdoppelung des bisherigen Hausbestandes.
Zu so viel Unternehmertum sage ich: weiter so! Die Mitte im Visier zu behalten, ist scheinbar nicht der schlechteste Weg, um ordentlich Geld zu verdienen.
Und genau das ist der Grund, warum sich auch die CommunDia auf die Mitte konzentriert. Sie wollen mehr wissen? Wir stehen gern Rede und Antwort!
In diesem Sinne: Ab durch die Mitte!
georgblum | 15 Juni 2011, 08:12
„Der Tablet-Computer befindet sich
auf dem Weg von einem Nischen- zu einem Massenprodukt.“, stellt die FAZ vom
4.1.2011 fest. Warum das so ist? Apple legte 2010, in gewöhnt professioneller
Art und Weise, die marketing- und medientechnischen Saatkörner aus.
Rückblickend erfreut dies die gesamte Branche. „Der Konzern aus Cupertino
verkaufte im vergangenen Jahr deutlich mehr als 10 Millionen Stück eines
Gerätes, von dem man sich anfangs fragte, wofür es eigentlich taugt. Heute weiß
es mancher noch immer nicht so recht, aber die Frage wird nicht mehr
gestellt.“, so formuliert die FAZ das Tablet-Phänomen.
Ich selbst bin begeisterter
iPad-Nutzer: Ob Office-Anwendungen, 14 Tageszeitungen, 6 Zeitschriften, die
halbe Social-Media Welt, Info-Portale, Skype, mein persönlicher Favorit
Flipboard sowie unzählige Reise-Buchung-Apps. Mein Tablet-Computer ist
definitiv kein Spielzeug. Er ist die genialste Erfindung der letzten 10 Jahre
und revolutioniert Vieles!
So wird diese Technologie mit Sicherheit schon bald im Vertrieb Einzug halten,
das dröge Laptop ersetzen und „Handarbeiter“ wie Adolf Würth überzeugen. Der
schaffte das Laptop ab, weil die „Hochfahrzeiten“ zu lang waren und
aufgeklappte Bildschirme den Kunden stören. Die Vorteile liegen auf der Hand,
z.B. weil man sofort online ist und sich so vor allem ältere Mitarbeiter „im
Fingerstreich“ selbst von komplexen CRM-Anwendungen begeistern lassen.
Die Aussagen der Analysten zum
Tablet-Markt liegen weit auseinander. Danach sollen zwischen 35 bis 100
Millionen Tablet-Computer über den Ladentisch gehen. Das
Marktforschungsunternehmen Gartner nennt einen durchaus realistischen Wert von
um die 50 Millionen Geräte. Was auch immer zutreffen wird, alle gehen von einem
kräftigen Wachstum aus! Ich auch!
Wir sind
gespannt, was sich die Apple-Konkurrenten einfallen lassen, um sich nicht nur
die Krümel, sondern ganze Tortenstücke dieses neu entstehenden Marktes zu
sichern.
Wobei wohl Apple nach wie vor die Schwarzwälder Kirschtorte darstellt.
georgblum | 08 Juni 2011, 08:52
Microsoft, Google und Mozilla haben
fast zeitgleich ihre neuen Browser-Versionen vorgestellt. Mit Internet Explorer
9, Google Chrome 10 und Mozilla Firefox 4 (beta) lassen sich die Internetseiten
deutlich schneller und sicherer als zuvor anschauen. 
Große Unterschiede lassen sich auf
den ersten Blick zwischen den drei Versionen nicht erkennen. Wie schreibt die
FAZ vom 16.3.2011 so treffend: „Der Wettbewerb der Technik-Abteilungen hat drei
etwa gleich gute Browser hervorgebracht, die sich nicht nur optisch, sondern
auch in der Sicherheitstechnik und der Geschwindigkeit ähneln.“. Wahrscheinlich
haben alle über ihre Spione beim Anderen abgekupfert und am Ende kam die Kopie
der Kopie der Kopie heraus.
Wichtig für die Nutzer ist, dass alle
drei Versionen kostenlos sind. Für die Anbieter rechnet sich das durchaus. Man
bedenke nur die Bedeutung des Browsers für die Internetsuche. Hier steckt das
wahre wirtschaftliche Kalkül der Browser-Anbieter. Google verdient durch die
voreingestellte Suchmaschine im eigenen Browser Millionen und auch Firefox
sichert mit dieser Voreinstellung seine Haupteinnahmequelle.
Was, außer Geschwindigkeit und mehr
Sicherheit, bringen uns nun aber die neuen Browser? Die Anwendungen der
Computernutzer verlagern sich zunehmend ins Internet (Cloud). Somit gewinnt der
Browser, als Eingangspforte oder Himmelstür zum Netz, rasend schnell an
Bedeutung. Präsentationen, E-Mails, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc.
werden immer öfter direkt im Browser ver- und bearbeitet. „Das erfordert
moderne, leistungsfähige Systeme, die in jedem Fenster eine eigene Anwendung
laufen lassen können.“, bringt es die FAZ auf den Punkt.
Was sollen
wir dazu noch sagen, außer: Es lebe der Wettbewerb und wie bereits erwähnt, mit
der Verlagerung in die Cloud sind die Aussichten definitiv heiter bis wolkig!
georgblum | 01 Juni 2011, 09:10
… und steht somit früher auf!

„Mit der (frühzeitigen) Übernahme der
Prospekt-Plattform Kaufda.de vermeidet Springer einen alten Fehler, die
Online-Firmen in eigenen Märkten zu unterschätzen.“, so Werben &Verkaufen
10/2011.
Das 2008 gegründete Unternehmen
Kaufda zeigt auf Online-Karten die Händler, die mit Prospekten werben und
bildet die jeweiligen Prospekte auch gleich ab. Derzeit hat Kaufda noch geringe
Marktumsätze. Die Reichweite von Kaufda kann sich, mit 11 Millionen Unique
Usern im Monat, aber durchaus schon sehen lassen. Mit den Kaufda-Apps für
iPhone, iPad und Android-Handys ist das Unternehmen auch bestens für einem
weiteren wichtigen Zukunftstrend, die Zunahme der Mobilität, super gerüstet.
Auch die Forderung der Kunden nach
einem Wirkungsnachweis können mit der Kaufda-Plattform erfüllt werden. Gezahlt
wird nur, wenn ein Prospekt vom Endkunden auch tatsächlich geöffnet wurde. Für
den detaillierteren Nachweis der Werbewirkung bietet Kaufda eine Reihe weiterer
Tools an. Mit diesen lassen sich z.B. Rückschlüsse auf die Beliebtheit
bestimmter Produkte ziehen.
Die Zukunft dieser
Prospekt-Plattformen wird sicherlich auch in einer intelligenten Verknüpfung
mit den derzeit auch sehr aktuellen Mobil-Coupons oder Groupons dieser Welt
liegen.
Wenn auch Sie das Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm“ schätzen, dann sollten wir uns unbedingt zusammensetzen, um gemeinsam die Trends in Ihrer Branche aufspüren und für Sie nutzbar machen!
georgblum | 25 Mai 2011, 09:46
Die FAZ fasste das Konzept der NYT wie folgt zusammen: „Die Idee hinter dem Gebührenmodell der „New York Times“ ist die treue Leserschaft zur Kasse zu bitten, während Gelegenheitsbesucher weiter gratis Zugang bekommen – in der Hoffnung, dass damit ein großer Teil des Gesamtpublikums erhalten bleibt und die Werbeumsätze nicht gefährdet werden.“ Konkret heißt das, in der Online-Ausgabe können weiterhin von allen Usern bis zu 20 Artikel kostenlos abgerufen werden.
Als ob dieses Zugeständnis nicht schon groß genug wäre, bietet die NYT auch noch eine sehr durchlässige Version ihres Bezahlmodells. Das große „Schlupfloch“ sind die Sozialen Netzwerke. Denn wer über diese auf die Seite der NYT gelangt, muss nichts bezahlen – egal wie viel Artikel er liest. Außerdem können über den Suchdienst von Google fünf Artikel am Tag kostenlos angesehen bzw. gelesen werden.
Jetzt stellt sich der geneigte
Beobachter logischerweise die Frage: Was soll einen Leser motivieren zwischen
15 und 35 Dollar im Monat für den mehr oder weniger doch offenen Online-Zugang
auszugeben? Reichen die in den Online-Abos enthaltenen Apps für Smartphones
bzw. Tablet-Computer dazu wirklich aus?
Die NYT selbst rechnet damit, dass nur ca. 15 Prozent der Leserschaft über die Gebührenhürde springen wird. Die große Mehrheit behält den gewohnt freien Zugang zum Content.
Die Zeit wird zeigen, ob sich dieses löchrige Modell wirklich halten lässt.
Wir sagen, nur Mut! Wer seinen Content gut aufbereitet, wird damit auch gutes Geld verdienen. Nur wer dies so zögerlich macht, wie die New York Times, wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine Bauchlandung erleben.
Mit Speck fängt man Mäuse.
Somit gilt
es, ausgewählten Content als Speck gezielt auszulegen. Dazu benötigt man eine
eigene, spezielle Strategie. Z.B. könnte man einen klassischen Artikel in einer
Kurzfassung oder als Teaser kostenlos online zur Verfügung stellen. Den
vollständigen Artikel gibt es allerdings nur gegen Bezahlung (analog der
iPad-App-Lösung der NYT). Nicht zu vergessen sind die Vernetzung, die themenorientierte
Aufbereitung und die multi-mediale Darstellung eines Themas über Bilder,
Grafiken, Videos etc. welches die FAZ oder die Zeit schon recht ordentlich
umsetzen.
Nur wer sich
diese grundsätzlichen Gedanken und Mühen macht, wird die Begehrlichkeit beim
Leser auslösen und mit Paid Content dauerhaft Geld verdienen.
Content ist KING! Aber nur wenn er konsum- bzw. lesergerecht aufbereitet auf
dem Silber-Tablet(t) präsentiert wird. Dann ist er ein echter Mehrwert, für den
dann auch die Mehrheit zu zahlen bereit ist.
georgblum | 18 Mai 2011, 10:22

Für dieses hervorragende Filial-Konzept und das – seit Jahren gute – Multi-Channel-Konzept von Globetrotter, ziehe ich meinen Wander-Hut. Und eines ist gewiss, wenn die so weiter machen, bleibe ich mit Sicherheit ein treuer Kunde.
georgblum | 09 Mai 2011, 09:14
Ich stieg also in das Flugzeug, nahm Platz und los ging´s. Der erste Saft (natürlich Tomate) kam mit der obligatorischen Laugenstange verhüllt in einer Serviette. Nach dem Genuss des wie immer noch teigigen Gebäcks, nutzte ich die Serviette nach dem üblichen Gebrauchsmuster: Mundwinkel abwischen, Krümel abputzen und zurück auf´s Tablett legen.
Kurz davor meine Augen und Ohren für
den Rest des Fluges auf „Off“ zu schalten, machte mich die zerdrückte und
leicht bekrümelte Rückseite der soeben genutzten Serviette neugierig. 
Es war ein Rätsel der „Welt am Sonntag“. Als Hinweis stand darauf: „Serviette mitnehmen, landen und die richtige Website eingeben.“ Als Mann der Branche konnte ich nicht an mich halten und ich musste mir unbedingt den gerade entdeckten Werbeaufdruck zu Gemüte führen. Ja, tatsächlich. Es stand die Aufforderung zum Mitnehmen darauf. An dieser Stelle transferierte sich meine Neugier in verschmitztes Lächeln. Wer ist tatsächlich so blöd und nimmt eine benutzte Serviette mit nach Hause oder ins Büro, um ein Rätsel zu lösen? Der zu freundlichem Sarkasmus geneigte Leser wird sich nun denken: Demnächst werden wir solche Botschaften auch auf Taschentüchern und Toilettenpapier wiederfinden. Ohne Scheiß! :-)
