Applaus ist besonders ansteckend

“Applaus ist ein besonders schönes Beispiel für das Phänomen der sozialen Ansteckung” schreibt die FAS am 21.07.2013.

Ob nun eine “Rakete gezündet wird” (Fuß trampeln), die Finger schnippen oder einfach in verschiedenen Formen geklatscht wird. Diese Bekundung einer Zustimmung bzw. Positiven Motivation oder Danke sagen ist immer ein gruppendynamischer Prozess und verläuft nach absehbaren Regeln.

Sie alle kennen die Claquere, die im Paris des 19. Jahrhunderts als Berufsapplaudierer sich einen Namen gemacht haben. Sie klatschen zum richtigen Zeitpunkt und ihr Klatschen löst das Klatschen der zögerlichen Masse applauseaus.

Das sind Animateure oder Meinungsführer, deren Job es ist die Menge “mitzuziehen”.
Spüren diese Menschen, dass sich die Mehrheit eher gegen das Stùck verhält, reduzieren oder vermeiden Sie das Klatschen. Je nach Stimmungsbild.

Und jede Community ist ähnlich zu bearbeiten. Es braucht den Vorturner oder den Initiator. Und diese Menschen müssen gezielt Impulse bzw. Themen setzen, Stimmungen reflektieren und die “Herde” steuern.

Was jetzt auf den ersten Blick nach Manipulation oder Fürung klingt, widerlegt der Artikel und bringt es schön auf den Punkt: Der Mensch verfolgt beim Klatschen ein Urbedürfnis. Denn neben der Anerkennung feiert das Publikum sich selbst.

Und genau das ist das Ziel im Community-Management: Impulse setzen und die Energie der wenigen auf die Masse übertragen. Diese Energie der Masse gilt es zu beobachten und analysieren.

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