Data Driven Marketing, eine Streitschrift (Teil 15): Praxisbeispiele

Data Driven Marketing, eine Streitschrift (Teil 15): Praxisbeispiele

Zum Schluss noch ein paar Beispiele:

Zwei Beispiele von einem Einzelhändler:

Selektion von potenziellen Käufern von adidas-Maßschuhen aufgrund von Verhaltens- und Kaufmerkmalen: 700 Adressen selektiert, nach 120 Telefonaten waren 70 Termine vereinbart. Reaktionsquote: 58%. Kaufquote nach den 70 Terminen: 100 %!!!!!!!

Spezielle Aktion an Premium-Kunden mit „Handgegossene Tafel Schokolade“ als Response-Element: 35% Abholer und einen Hebel von 30 % auf die Kaufquote.

Optiker:

Aus 160.000 Adressen die 40.000 besten Adressen selektiert. Neues Response-Element eingesetzt. Steigerung der Response um 100% von 2,5 auf 5%.

Elektrogerätehersteller:

Aufgrund von über Jahre durch Anreize geförderte Adressqualifizierung stehen heute über 100 perfekt qualifizierte Variablen für ca.1 Mio. Adressen zur Verfügung. Dadurch werden Responsequoten im Vertriebs- und Online-Marketing erreicht, die Freude bereiten. Und der Fachhandel kooperiert mit dem Hersteller, weil die Daten des Handels viel schlechter sind. Der Hersteller kann seit Jahren auf Gießkannenwerbung verzichten.

E-Commerce Kosmetik

30% aller Kunden, die sich mit einer Beschwerde melden, haben direkt nach der Beschwerde einen Kauf getätigt. Grund: Man hat neben der am Kundenwert orientierten Beschwerdebehandlung gleich noch ein passendes Angebot nachgeschoben.

E-Commerce Vollsortimenter

Die Warenkorbabbrecher-Quote konnte durch Scoring und gezielte Ansprache von 53% auf 47% gesenkt werden.

Payback oder Tesco (ein englischer LEH):

Beide Unternehmen schaffen es mittlerweile bei ca. 8 Mio. Aussendungen bis zu 6 Mio. unique personalisierte/individualisierte Mailings zu erstellen. Die Reaktionsquoten sind mir bekannt, darf ich aber nicht erwähnen. Aber sie sind deutlich höher als früher, als noch die „Gießkanne ausgeschüttet wurde“.

Und zum guten Schluss:

Messungen und Forschungen haben mehrfach bewiesen, dass Kunden, die in zwei oder drei Kanälen bei einem Unternehmen reagieren oder kaufen, exponentiell bessere Kunden sind. Der Umsatz-Index-Hebel liegt bei 500 bis 600 Punkten. D. h. wenn ein Kunde, der nur in einem Kanal kauft, 100 Euro Umsatz macht, kauft der Kunde, der in drei oder mehr Kanälen einkauft, bis zu 600 Euro! (Quelle: Aberdeen Interviews JC Williams Group, McKinseyAnalysis 2009)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.