Fair-play sieht anders aus: Ist dies im Sinne der Kundenorientierung?

Viele Verlage jammern ja gerne über Google und den fliehenden Kunden. Nur wenn man sich mal eine Autorenvereinbarung durchliest, dann sträuben sich einem die Haare. Versicherungsverträge sind nur unmerklich schlimmer.

Der Autor schreibt ein Kapitel für ein Buch. Und was macht der Verlag? Er sichert sich das Recht, damit zu machen, was er will.

Hier ein Auszug einer Autoren-Einverständniserklärung:

Der Verlag ist berechtigt, den Beitrag in allen bekannten und unbekannten Nutzungsarten und in allen Ausgaben, Auflagen und Versionen in allen Sprachen, vollständig oder in Teilen einzeln oder zusammen mit anderen Werken auszuwerten, …

Den Rest erspare ich Ihnen lieber.

Am schönsten ist doch der Satzteil „…und unbekannten Nutzungsarten …“. Das ist der Blankoscheck schlechthin.

Fair-Play im Sinne der Kundenorientierung sieht anders aus. Bei mir steht handschriftlich hinzugefügt drin:
Veröffentlichungen außerhalb dieses Buches müssen vorher um Erlaubnis gefragt werden.

Sonst „geht das ja  mal gar nicht“, wie sich der Volkeszorn derzeit gerne ausgedrückt.

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