Was denken Experten über die geplante Gebührenerhöhung bei amazonPrime? Teil 2

Was denken Experten über die geplante Gebührenerhöhung bei amazonPrime? Teil 2

Allen Amazon Prime-Mitgliedern flatterte gestern die frohe Botschaft ins Haus: Amazon Prime wird ab 01.02.2017 für Neumitglieder wieder teurer. Der Beitrag für aktuelle Mitglieder bleibt noch ein Jahr stabil. Das klingt fair und führt dazu, dass man – wenn man will – noch schnell 3 Monate lang Freunde begeistern kann, zum günstigeren Preis Amazon Prime-Kunde zu werden. Zumindest interpretiere ich diese Ankündigung so.

Ich glaube, dass wenige Kunden kündigen werden (< 5 %). Zum einen ist mein Eindruck, dass viele Amazon Prime-Kunden den aktuellen Preis als sehr günstig betrachten. Die Steigerung ist prozentual zwar hoch. Aber, das muss man auch sagen, sie ist ein Schritt zurück auf das gleiche Niveau wie vorher.

Nur, wer genau nachrechnet oder sich emotional von dem Plus von 30 % leiten lässt, wird evtl. diesem Schreiben eine Kündigung folgen lassen. Ansonsten ist das wie bei vielen dieser Service-Verträgen mit Festpreis für eine pauschale Nutzung: Der einzelne Kunde wird kaum feststellen können, ob sich das für ihn lohnt. Meist sagt das Gehirn: Ach komm, dann bestelle ich demnächst einfach noch etwas. Oder: Ich nutze das eh schon intensiv, also sind die Mehrkosten akzeptabel.

Generell ist dieser Deal zwischen Amazon und Kunde „prime“: Der Kunde hat das gute Gefühl, jemand Besonderes zu sein. Und Amazon weiß, dass viele Kunden für eine Leistung bezahlen, die sie nie komplett ausnutzen. Meine Erfahrungen mit ähnlichen pauschalen Service-Verträgen sind folgende: Viele Kunden nutzen diesen Service nicht komplett aus. Meist wird der monetäre Gegenwert nur zu 30 bis 50 % ausgeschöpft.

Vor 3 Jahren waren es angeblich 16 Mio. Amazon Prime-Kunden weltweit. Heute werden Zahlen von über 40 Mio. gehandelt. D. h. 40 Mio. mal ca. 99 Dollar Standardpreis, das sind ca. 4 Mrd. Dollar Cash vorab, vor Nutzung. Und wie schon gesagt, ein Teil bleibt locker im DB positiv hängen. Gutes Geschäft.

Aus meiner Sicht kann man nur versuchen, dieses Angebotsmodell intelligent auf sein Geschäftsmodell zu übertragen. Es funktioniert.

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