Zwanghafte Neukundenwerbung oder rennen Sie auch dem Rattenfänger hinterher?

Heute bekam ich einen Newsletter zu Gesicht, der propagierte:
Neukundenwerbung ist die Konigsdisziplin.

So ein Schwachsinn. Die Königsdisziplin ist Wachstum durch ausgewogenes Arbeiten mit Stammkunden und der notwendigen Menge Neukunden zu erzielen.

Wer nur auf Neukunden setzt, hat das Klingeln des Insolvenzverwalters noch nicht gehört oder überhört. Zuerst sollten alle Möglichkeiten der der Stammkundenpflege ausgeschöpft werden. Und wenn einem das zum Wachstum nicht reicht, der kann – sofern noch Geld in der Schatulle übrig ist – in Neukunden investieren.

Wer nur auf Neukunden setzt, der behandelt seinen Kunden im Durchlauferhitzer. Und was das bedeutet, ist klar. Das Rad, der Neukundengewinnung fängt an, sich immer schneller zu drehen und drehen. Hinten fallen immer mehr Kunden raus und vorne müssen immer mehr Kunden hineingeschaufelt werden.

Ergebnis: Überhitzung durch immer schlechtere Kosten pro Neukunden und die Mengen an Neukunden, die zum Halten des Kundenstamms notwendig sind, können sukzessive nicht mehr erzielt werden.

Der Sensenmann klopft an!Understatement_03

Also, wenn jemand von Neukundenwerbung als Konigsdisziplin durch die Gassen pfeift, dann sehen Sie in ihm den Rattenfänger.

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