Abo-Modelle mit Mehrwert

Abo-Modelle mit Mehrwert

Es gibt mindestens eine TV-Zeitschrift, die seit 2006 eine Version anbietet, welcher jeder Ausgabe eine DVD beiliegt.

Nur, bindet das die Zuschauer tatsächlich?

Vor allem ist eine DVD ein Glücksspiel. Gefällt Sie den Lesern oder nicht? Abonnent sieht das dann schnell als Kündigungsgrund, wenn sie nicht passt. Der Kiosk-Kunde kauft nur dann die DVD-Ausgabe, wenn der Film seinem Geschmack entspricht. Ansonsten kauft er die Ausgabe ohne DVD oder das Konkurrenz-Produkt.

2006 lautete schon unser Vorschlag: Bietet statt einer DVD doch einen Zugangscode oder sogar einen definierten Zugang zu einem Online-Video-Portal an. Dort kann der Kunde seinen Wunschfilm ansehen. Keinen Frust über die DVD, die nicht passt.

Umdenken und kooperieren, das ist strategisches Handeln. Und die Haltbarkeit der Abonnenten bzw. Kunden ist gesichert. Und z.B. je Jahr im Abo gibt es z.B. einen (zwei, drei usw.) Film extra. So einfach kann die Lösung sein.

Und die Kosten sinken auch, denn die DVD muss produziert, beigelegt und ausgeliefert werden. Das sind deutlich höhere, laufende Kosten. Der Zugangscode oder generelle Zugang zum Portal, einmal eingerichtet, verringert die Produktions- und Logistik-Kosten. Und er erhöht die Zufriedenheit, da immer der Wunschfilm ausgewählt werden kann. Will der Abonnent mehr als sein Abo „im erlaubt“, dann kann er upgraden. Und Sie bekommen Cash-Back für die Vermittlung an den Kooperationspartner. Klingt doch zu einfach. Oder?

Kooperieren, individualisieren und personalisieren, das sind die Zauberworte.

There are 2 comments for this article
  1. Piet Flämig at 10:52

    „Kooperieren, individualisieren und personalisieren….“ Schöner Dreiklang. den merk ich mir.

    Aber mal ne Frage: …ist TV-Zeitung nicht irgendwie 90er? Wenn ich wissen will, was läuft – dann schau ich in ne TV-APP oder in die elektronische Zeitung direkt auf dem SmartTV…

    • GeorgBlum at 19:40

      Ja, das stimmt. Die unter 40-Jährigen kaufen mehrheitlich keine TV-Zeitschriften mehr. Das war damals (in 2006) schon klar. Aber manche Verlage halten gerne an Traditionen fest. Was manchmal nicht schlecht ist. Aber nicht immer.

      Mir ging es in diesem Beitrag vor allem um „ein verständliches Beispiel“. Anstoß zum Umdenken.

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