Fawlty Towers oder das Broadway Hotel schlägt zurück

Fawlty Towers oder das Broadway Hotel schlägt zurück

Am 18.11.2014 erschien auf MailOnline, dem Portal der DailyMail ein Artikel zu einer Geschichte, die ihres gleichen sucht.

Was ist passiert?

Tony und Jan Jenkinson stiegen bei ihrem Ausflug in den englischen Urlaubsort Blackpool im August an die englische Westküste im Broadway Hotel ab. Der Aufenthalt im Hotel verlief ganz und gar nicht zur Zufriedenheit der beiden. Nach der Reise schafften sie ihrem Ärger auf  dem Portal TripAdvisor Luft.

Sinngemäß zitiert der Stern: „Die Tapete löste sich von den Wänden, der Teppich war dünn, schmutzig und fleckig“. Für die Jenkinsons erwies sich das Broadway Hotel als eine „heruntergekommene und stinkende Bruchbude“.

Das Hotel wurde sicher über den Eintrag auf Tripadvisor informiert. Der Hoteldirektor war „not amused“ und in seiner Ehre gekränkt. Kurzerhand belastete er, die von den Reisenden hinterlegte Kreditkarte, mit schlappen 100 Pfund „Schmerzensgeld“ für sich und das Hotel. Das Hotelzimmer kostete „nur“ 36 Pfund. Einen fairen Aufpreis, finden Sie nicht?

Nur, was nun dem Ganzen die (britische) Krone aufsetzt, ist folgendes:

Der Hoteldirektor beruft sich auf eine kleingedruckte Klausel in der Reservierungsbestätigung. In der steht kurz – vom Stern-Redakteur – zusammengefasst:

  • „Stammkunden und Paare schätzen unser Hotel, doch nicht alle ihrer Freunde und Familienangehörigen. Für jede schlechte Kritik auf einer Website werden dem Verantwortlichen für jede Rezension maximal 100 britische Pfund in Rechnung gestellt“, heißt es im Kleingedruckten.

Puh, das ist Beschwerde-Management par excellence und für das  Lehrbuch. Das Broadway Hotel bekommt sicher eine hohe Empfehlungsratenach dem Motto: Geht dort nicht hin!

Ich sage meinen Studenten auch immer: „Jede Beschwerde ist eine Chance, Umsatz zu machen.“  Aber so, nicht!

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