Ist der Axel-Springer-Verlag jetzt verrückt geworden?

Seit der Bekanntgabe “Springer gibt einen großen Teil seiner Printprodukte an die Funke-Gruppe” diskutiert die Branche, was das soll.

Ja, was soll das bedeuten? Die einen sprechen vom Verrat am Journalismus, die anderen sagen, warum ist die Funke-Gruppe so verrückt, sterbende Produkte zu kaufen – und das bei den Schulden. Wie immer gibt es auch die anderen Meinungen: Waoh, Funke baut sich ein Imperium auf, die anderen müssen sich warm anziehen. Oder Springer steigt zum richtigen Zeitpunkt aus.

Was letztendlich richtig ist, wird die Zukunft zeigen. Wir alle wissen es nicht. Nur was wir aus diesem Lehrstück lernen können: Springer handelt! Und das konsequent. Springer zeigt Flagge.

Springer macht es nicht den anderen nach. Man wartet nicht bis mit einem gehandelt wird, bis es ausweglos ist, andere Wege zu gehen. So wie vor 10 und mehr Jahren, als alle den anderen gefolgt sind. Alle Verlage sind in das Brackwasser der kostenlos Kultur hineingetreten und kommen seither nicht mehr heraus.

Was macht Springer, sie verkaufen (wobei es nach einigen Angaben kein komplett Verkauf ist) ihre Marken und Produkte, solange es noch Geld dafür gibt.

Und mit dem Geld baut man die Campus-Idee auf und aus. Man nutzt die kreative Berliner Weichbodenmatte und übt mit Startups und mal gewinnt man und mal verliert man. Und mit dem Spielgeld ist man in der Lage Neues zu kaufen und konstruieren.

Aber, und da wiederhole ich mich gerne, es wird gehandelt und nicht zugesehen. Springer hat dem Auge des Hurricans tief in die Augen gesehen (auch hier wurde Springer belächelt als die “Praktikanten” in Silicon Valley ein paar Monate Urlaub machten). Und jetzt wird gehandelt.

Sicher, es kann auch schief gehen, aber ich finde es besser, man kommt in Schwierigkeiten durch das Handeln. Der passive Weg führt ins nichts.

Wer jetzt den gleichen Weg wie Springer gehen möchte, der begeht auch einen Fehler.

Jedes Unternehmen muss für sich und nur für sich prüfen, was kann ich, wo stehe ich und was sind Wege (Optionen). Welche Marke oder Beziehung kann ausgebaut werden, welche nicht.

Werden Sie nicht Follower of Fashion, sonder Leader of your New Economy.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.