MyTaxi führt Kundenorientierung ad adsurdum – und übt sich in Ironie.

MyTaxi führt Kundenorientierung ad adsurdum – und übt sich in Ironie.

Zum Jahreswechsel hat MyTaxi ein neues Provisionsmodell für die Taxifahrer eingeführt. Mit zweifelhaften Erfolg.

Statt wie bisher mit einem klaren, einfachen Preismodell müssen jetzt die Taxifahrer eine Fahrt ersteigern. wie bei eBay. Je nach Lust und Laune bzw. Auslastung „kostet“ diese Ersteigerung zwischen 3 und 15 % des Fahrpreises.

Das hat sehr viele Taxifahrer erzürnt, weil damit ihre Rentabilität teilweise extrem sank. Und unter der Hand geben die Taxifahrer zu, dass Sie inzwischen auch Fahrten ablehnen. Was Ende 2013 nicht der Fall war. Bis dahin galt das Prinzip: Der am nächsten „liegende“ freie Fahrer nahm in der Regel die Fahrt an.

Die Konsequenz für den Kunden liegt auf der Hand. Im schlechtesten Fall wartet man nun bis zum Sankt Nimmerleinstag auf MyTaxi. Und bestellt beim nächsten Mal wieder das Taxi über die Taxizentrale.

So macht man eine stark gewordene Marke wieder kaputt. Kann dies das Ziel der Investoren sein?

Warum hat man die Preise nicht moderat erhöht? Weil der Investor expandieren will und möglichst schnell (innerhalb von ein paar Jahren) seine Investitionen zurück verdienen will.

Der schnelle, schnöde Mammon macht Kundenorientierung kaputt, und das innovative Geschäftsmodell gleich mit.

Lustig, man kündigt diesen Niedergang – wie ein aktuelles Bild (Stand: 12.07.2014) auf der Webseite es beweist – auch schon an.

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